Edward Quinn

*20. Februar 1920, Dublin, Irland | †30. Januar 1997, Altendorf, Schweiz

Der in Irland aufgewachsene Edward Quinn übte sich nach der Schule in mehreren Berufsrichtungen. Weder die teilweise sehr monotone Arbeit als Metallarbeiter, noch das kreative Musikerdasein schien ihm zu gefallen. Er arbeite als Radionavigator für Fluggesellschaften, bevor er in den 50er-Jahren sein Herz für die Fotografie entdeckte.

Im Irish Independent veröffentlichte er 1950 sein erstes Foto, das ein irisches Pferd beim Sieg eines Pferderennens in Nizza zeigt. Die französische Riviera blieb für die nächsten Jahre sein Lebensmittelpunkt und sein bevorzugtes Motiv. Hier tummelten sich Celebrities und die High-Society. Mit seiner charmanten, freundlichen Art verschaffte er sich Vertrauen zu den oft unnahbaren Persönlichkeiten. Seine Aufnahmen porträtieren eine glamouröse und heitere Gesellschaft, die sich nach den Jahren des Krieges frei und unbeschwert gibt. Oft sind es die ganz informellen Momente, die Quinn gekonnt in Szene setzt und damit nicht unbedingt den Star, sondern den Menschen ablichtet.

Quinn war niemals der Paparazzi-Fotograf, vielmehr interessierte er sich für das künstlerische Talent, dem er sich verbunden fühlte. 1951 begegnete er Pablo Picasso, zu dem er eine lange und enge Freundschaft pflegte. Viele der bedeutendsten Porträts von Picasso stammen aus Edward Quinns Hand. Er veröffentlichte insgesamt vier Bücher und drehte 3 Filme über seinen langjährigen Freund Picasso.

Anfang der 1990er-Jahre verlässt Quinn die französische Riviera, um in die Schweiz zur Familie seiner in Zürich geborenen Frau Gret Sulser (geheiratet 1952) zu ziehen. Wenige Jahre später stirbt er im Alter von 77 Jahren.