Michael Friedel: Reportagen 1950 bis 1990

2. November 2018 - 2. Februar 2019

Der 1935 geborene Michael Friedel zählt zu den umtriebigsten deutschen Fotografen der 1950er- bis 1990er-Jahre. Dennoch ist sein Werk in Fotokreisen wenig bekannt. Seine farbintensiven Südsee- und Inselbilder werden in der Regel mit Reise und Tourismus konnotiert. Seine großen Reportagen für Quick, Stern oder GEO sind Geschichte. In jüngerer Zeit kaum gezeigt oder publiziert wurden seine frühen Fotografien in Schwarz-Weiß, seine gut gesehenen Straßenbilder oder überraschenden Porträts prominenter Zeitgenossen von Sophia Loren oder Elvis Presley bis Rainer Werner Fassbinder.

Michael Friedel blieb im weitesten Sinne der Flaneur, der Wanderer auf dem vielgestaltigen Terrain eines Mediums, das für ihn alles sein darf: schwarz-weiß und bunt, teilnehmend und augenzwinkernd, meditativ und überwältigend, leise und überraschend, informativ und kulinarisch, episch und detailbesessen.

Die Leica Galerie Frankfurt zeigt nun erstmals in einer Ausstellung das umfangreiche Werk über fünf Jahrzehnte des sensiblen Erzählers, feinsinnigen Welt-Entdeckers und überzeugten Journalisten Michael Friedel.